Roland Kempfle Vizepräsident der IVR

Taipeh/Berlin. DRB-Präsidiumsmitglied Roland Kempfle ist bei der 65. Jahresversammlung der Internationalen Richtervereinigung (IVR) in Taipeh zum Vizepräsidenten der Vereinigung gewählt worden. Damit ist der Deutsche Richterbund (DRB) erstmals seit 1996 wieder in der IVR-Spitze vertreten.

„Der Einsatz für Rechtsstaatlichkeit und für die Unabhängigkeit der Justiz auch auf internationaler Ebene ist angesichts der Bedrohungen von Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechten und Demokratie in vielen Ländern der Welt wichtiger denn je“, erklärten die DRB-Vorsitzenden Andrea Titz und Joachim Lüblinghoff am Dienstag in Berlin. „Mit Roland Kempfle gewinnt das Präsidium der Internationalen Richtervereinigung einen exzellenten und auch international erfahrenen Kollegen. Wir wünschen ihm viel Erfolg für seine wichtige Arbeit bei der IVR.“

Roland Kempfle ist Richter am Landgericht München I und seit 2019 Präsidiumsmitglied des DRB. Als Mitglied und Leiter der AG Internationales des DRB setzt er sich seit 2016 auf internationaler Ebene für Rechtsstaatlichkeit und die Unabhängigkeit der Justiz ein.

Die IVR wurde im Jahre 1953 in Salzburg (Österreich) als internationaler Dachverband gegründet, dem inzwischen 92 nationale Richtervereinigungen angehören. Hauptziele der Vereinigung sind der Schutz der richterlichen Unabhängigkeit, die Garantie der Menschenrechte und der Grundfreiheiten, der internationale Erfahrungsaustausch und das rechtsvergleichende Studium der Gerichtspraxis. Das IVR-Präsidialkomitee setzt sich zusammen aus dem Präsidenten und sechs Vizepräsidenten. Vor Kempfle war aus Deutschland zuletzt der ehemalige DRB-Vorsitzende Rainer Voss von 1987 bis 1994 Vizepräsident und von 1994 bis 1996 Präsident der IVR.

 

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Bild von Matthias Schröter Matthias Schröter Pressesprecher
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