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13.12.2017

DRB: Insolvenzgerichte in der Fläche bleiben erhalten

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28.10.2011

Der Gesetzesentwurf zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) ist am 27. Oktober 2011 vom Bundestag verabschiedet worden.

Der Deutsche Richterbund begrüßt ausdrücklich, dass keine weitere Konzentration der Insolvenzgerichte vorgegeben wird. Der ursprüngliche Entwurf der Novellierung der Insolvenzordnung hatte vorgesehen, dass innerhalb eines jeden Landgerichtsbezirks alle Insolvenzverfahren an nur einem Amtsgericht zu konzentrieren sind. Der Deutsche Richterbund hatte sich im Gesetzgebungsverfahren nachdrücklich gegen diese Beschränkung gewandt und nachgewiesen, dass Fachwissen und Bearbeitungszeiten an kleineren Insolvenzgerichten nicht hinter dem großer Insolvenzgerichte zurück bleiben.

Der Vorsitzende des Deutschen Richterbundes Christoph Frank erklärte dazu: "Die Entscheidung des Bundestages setzt ein Zeichen für den Erhalt der Justizstrukturen in der Fläche. Davon profitieren Bürger, Unternehmen und beratende Berufe. Auch kleinere Amtsgerichte bearbeiten Insolvenzverfahren kompetent und zügig aus ihrer besonderen Kenntnis der örtlichen Verhältnisse. Der Deutsche Richterbund wird sich weiter dafür einsetzen, dass im Interesse der Bürger eine leistungsfähige ortsnahe Justiz erhalten bleibt."

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Oliver Sporré, Mitglied des DRB-Präsidiums, Tel.: 030/20 61 25-0, Fax: 030/20 61 25-25, E-Mail: info@drb.de.

Der Deutsche Richterbund ist der größte Berufsverband der Richterinnen und Richter, Staats-anwältinnen und Staatsanwälte in Deutschland und deren Spitzenorganisation. 25 Landes- und Fachverbände mit rund 14.000 Mitgliedern (bei rund 25.000 Richtern und Staatsanwälten insgesamt) vereinigen sich unter seinem Dach. Der Deutsche Richterbund vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber Regierungen, Parlamenten und Öffentlichkeit.