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23.11.2017

Deutscher Richterbund: Richter und Staatsanwälte sollen ihre Lebensarbeitszeit freiwillig verlängern können

3. Februar 2006


In der allgemeinen politischen Diskussion um die Verlängerung der Lebensarbeitszeit setzt sich der Deutsche Richterbund dafür ein, dass Richter und Staatsanwälte freiwillig ihre Dienstzeit bis zum Ende ihres 67. Lebensjahres verlängern können. Dies würde es ermöglichen, Versorgungsnachteile der Richter und Staatsanwälte und Belastungen einzelner Gerichte und Justizzweige flexibel auszugleichen.

Der Vorsitzende des Deutschen Richterbundes, Wolfgang Arenhövel:

"In den vergangenen Jahren haben Richter und Staatsanwälte immer wieder Einbußen ihrer Versorgung hinnehmen müssen. So wurde der Zeitraum, der für das Erreichen der Höchstversorgung im Ruhestand notwendig ist, von 35 auf 40 Jahre heraufgesetzt. Deshalb ist es für viele Richter und Staatsanwälte oft nicht möglich, mit 65 Jahren 40 Jahre Justizdienst vorzuweisen, zumal beabsichtigt ist, künftig nur noch einen sehr geringen Teil des Studiums anteilig auf die Lebensarbeitszeit anzurechnen. Ohne die Möglichkeit, die Arbeitszeit zu verlängern, werden daher die meisten Richter und Staatsanwälte mit einer geringeren Versorgung auskommen müssen. Eine Flexibilisierung der Lebensarbeitszeit würde zudem dazu beitragen, vorübergehende Belastungsspitzen in der Justiz aufzufangen, ohne dass dadurch der Haushalt zu stark belastet würde."

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Bettina Mävers, Bundesgeschäftsführerin des DRB, Tel.: 030/20 61 25-0, Fax: 030/20 61 25-25,
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Der Deutsche Richterbund ist der größte Berufsverband der Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte in Deutschland und deren Spitzenorganisation. 25 Landes- und Fachverbände mit rund 14.000 Mitgliedern (bei rund 25.000 Richtern und Staatsanwälten insgesamt) vereinigen sich unter seinem Dach. Der Deutsche Richterbund vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber Regierungen, Parlamenten und Öffentlichkeit.