9. Dezember 2003

DRB: Veranstaltungen mit Schülern zum Tag der Menschenrechte


Zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2003 veranstaltet der Deutsche Richterbund (DRB) in Zusammenarbeit mit amnesty international und der Bundesärztekammer verschiedene Projekte.
Den Jugendlichen soll der abstrakte Begriff "Recht" näher gebracht und die persönliche und gesellschaftliche Bedeutung von Menschenrechten verdeutlicht werden. Sie sollen lernen zu verstehen, was es bedeutet, Menschenrechte zu haben und Menschenrechte zu verletzen. Schließlich sollen die Jugendlichen die Gerichte ihrer Stadt als den Ort kennen lernen, an dem "Recht stattfindet".

Die Projekte der Landesverbände und Bezirksgruppen des DRB finden in verschiedenen Städten in ganz Deutschland statt. So werden zum Beispiel in Berlin und Brandenburg (dort in Zusammenarbeit mit den Jugendrechtshäusern) Schüler eingeladen, an Gerichtsverhandlungen teilzunehmen und mit Richtern und Staatsanwälten darüber zu reden, was Menschenrechte für sie persönlich bedeuten. In Berlin werden Schüler  außerdem die Möglichkeit haben, eine Justizvollzugsanstalt zu besuchen. Der Landesverband Baden-Württemberg lädt zu einer szenischen Dokumentation u. a. ins Oberlandesgericht Stuttgart ein, wo anhand von Tagebucheintragungen des Schriftstellers Viktor Klemperer der schleichende Rechtsverfall im NS-Staat aufgezeigt wird.

Das Interesse der Schulen und der Schüler an einer Teilnahme an dem Projekttag hat die Erwartungen des Deutschen Richterbundes bei weitem übertroffen. Vor allem in großen Städten musste deshalb manche Klasse auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet werden.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die DRB-Geschäftsstelle,
Tel.: 030/20 61 25-0


Der Deutsche Richterbund ist der größte Berufsverband der Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte in Deutschland und deren Spitzenorganisation. 25 Landes- und Fachverbände mit rund 14.000 Mitgliedern (bei rund 25.000 Richtern und Staatsanwälten insgesamt) vereinigen sich unter seinem Dach. Der Deutsche Richterbund vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber Regierungen, Parlamenten und Öffentlichkeit.



 

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