| 19. Dezember 2001
Appell an Bundesrat:
Der Deutsche Richterbund (DRB) fordert den Bundesrat auf, das Versorgungsän-derungsgesetz in der Sitzung am 20.12.2001 zu stoppen. Die beabsichtigten Kür-zungen der Altersversorgung sind unangemessen und legen dem Öffentlichen Dienst Sonderopfer auf. Der DRB-Vorsitzende, Geert W. Mackenroth:
Die Kürzungen verletzen den Grundsatz der amtsangemessenen Alimentation be-sonders auch für die versorgungsnahen Jahrgänge, die ebenso wenig wie diejeni-gen, die schon Pensionen beziehen, nachträglich eine ausreichende Eigenvorsor-ge aufbauen können. Auch die ohnehin schon schwierige Suche nach qualifiziertem Nachwuchs in der Justiz wird erschwert. "Welche guten Juristen und Juristinnen gehen noch in die Justiz, wenn sie mit gleichem Einsatz in der Privatwirtschaft erheblich mehr verdienen?", so Geert W. Mackenroth. "Wenn dies auch die Bundesregierung nicht zu kümmern scheint, weil sie Richter und Beamte als Wähler offenbar schon abgeschrieben hat - den Ländern kann der drohende Qualitätsverlust nicht gleich-gültig sein. Ich fordere die Länder auf, ihre Bediensteten nicht im Stich und das Gesetz nicht in Kraft treten zu lassen, das im Übrigen einhellig von allen Experten als verfassungsrechtlich bedenklich und inhaltlich falsch bezeichnet wurde."
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