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16. Dezember 2005 DRB besorgt über Hinweise auf Misshandlung des Meldungen zufolge soll der 55-jährige, in Shanghai inhaftierte Rechtsanwalt Zheng Enchong im Gefängnis geschlagen worden sein. Amnesty International (ai) hat deshalb weltweit dazu aufgerufen, an die Verantwortlichen zu appellieren, die Sicherheit Zheng Enchongs im Gefängnis zu gewährleisten und ihn vor etwaigen (weiteren) Misshandlungen zu schützen. Der Deutsche Richterbund (DRB) hat Zheng Enchong am 9. Dezember 2005 seinen Menschenrechtspreis verliehen. Stellvertretend für ihn hat eine Angehörige der Familie, die Zheng Enchong u. a. vertreten hatte, den Preis in Berlin entgegengenommen. Sollten die Hinweise auf Misshandlung zutreffen, ist nicht auszuschließen, dass sie mit der Verleihung des Menschenrechtspreises zusammenhängen. Der DRB ist zutiefst besorgt und hat dies auch in einem Schreiben an die chinesische Botschaft zum Ausdruck gebracht. Er schließt sich dem Aufruf von ai an und fordert die in China Zuständigen eindringlich auf,
Der DRB-Vorsitzende Wolfgang Arenhövel: "Zheng Enchong ist nur deshalb verurteilt worden, weil er sich mutig und unerschrocken für die Einhaltung von Menschenrechten in China eingesetzt hat. Er gehört zu denen, die wegen ihres Einsatzes für Humanität und Rechtsstaatlichkeit diszipliniert und mundtot gemacht werden sollen. Das können und dürfen wir als Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, die in einem Land Dienst tun, in dem die Einhaltung von Recht und Gesetz eine Selbstverständlichkeit darstellt, nicht unwidersprochen hinnehmen. Zum Preisträger: Zheng Enchong war vor seiner Inhaftierung in Shanghai als Rechtsanwalt tätig. Er beriet und vertrat ca. 500 Familien, die im Rahmen städtischer Baumaßnahmen ihre Wohnungen räumen mussten oder im Zuge von Umsiedlungen unangemessen entschädigt wurden.
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