12. November 1998 DRB-Kolumbienhilfe - Bisher 1,4 Mio. DM gespendet Geldspenden in Höhe von insgesamt 1,4 Mio. DM haben die Richter und Staatsanwälte in Deutschland bis heute der 1989 vom Deutschen Richterbund ins Leben gerufenen Hilfsaktion zugunsten bedrohter Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte so-wie zur Unterstützung der Familien ermordeter Justizangehöriger in Kolumbien zukommen lassen. Der Vorsitzende des Deutschen Richterbundes, Rainer Voss, gab diese Zahl anläßlich eines Pressegesprächs in Karlsruhe bekannt. Er würdigte die nach wie vor beeindruckende Hilfsbereitschaft und Solidarität der deutschen Richter und Staatsanwälte mit ihren kolumbianischen Kolleginnen und Kollegen. Zugleich verwies Voss darauf, daß die nunmehr ins zehnte Jahr ihres Be-stehens gehende Hilfsaktion weiterhin dringend auf Spenden angewiesen sei. Die Bedrohungssituation von Justizangehörigen in Kolumbien habe sich in jüngster Zeit wieder deutlich verschärft. Nach wie vor seien Richter, Staatsanwälte und ihre Mitarbeiter der Gewalt und dem Terror von Gue-rillagruppen, Drogenbanden und paramilitärischen Organisationen ausgesetzt. Derzeit unterstützt der Deutsche Richterbund etwa 100 Opferfamilien in Kolumbien. Wichtigste Zuwendungszwecke sind die Finanzierung der Schul- und Berufsausbildung von Waisen und Halbwaisen, die Finanzierung der beruflichen Wiedereingliederung oder Umschulung von Witwen sowie die Gewährung von Kleinkrediten zur Existenzgründung. Hinzu kommen Aufwendungen für sozialpsychologische Maßnahmen, Opferbetreuung und die medizinische Behandlung mittelloser Betroffener. Daneben dient der Fonds auch dazu, unmittelbar mit dem Tode bedrohten Justizangehörigen eine Flucht innerhalb Kolumbiens oder ins Ausland zu ermöglichen. |
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