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11.12.2016

Gedenktafel "Verfolgt - Entrechtet - Aus dem Amt getrieben"

Die deutsche Justiz schuldet ihren jüdischen Kolleginnen und Kollegen ein dauerhaft ehrendes Andenken. Der Deutsche Richterbund hat deshalb die Namen der in der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft verfolgten jüdischen Kolleginnen und Kollegen auf eine Kupfer-Gedenktafel gravieren lassen, welche an zentraler Stelle im Eingangsbereich des DRB-Hauses in der Kronenstraße angebracht ist.

Gedenktafel "Verfolgt - Entrechtet - Aus dem Amt getrieben"

Das Präsidium des Deutschen Richterbundes hat sich entschlossen, mit der Nennung ihrer Namen gerade der Richter und Staatsanwälte zu gedenken, denen der Verband in schwieriger Zeit und persönlicher Not nicht beigestanden hat. Dieses Versagen ist nicht wieder gutzumachen. Dem Deutschen Richterbund bleibt lediglich das Erinnern und die Mahnung, das Leiden dieser Kolleginnen und Kollegen niemals zu vergessen. Die Erinnerung an die Richter und Staatsanwälte jüdischer Herkunft und ihren Lebens- und Leidensweg ist eine Aufgabe, die auf Dauer angelegt ist, da die Akten- und Archivlage durch die Folgen des Krieges und der deutschen Teilung unübersichtlich und unvollständig ist und daher nicht sichergestellt ist, dass auf der Gedenktafel wirklich alle verfolgten jüdische Kolleginnen und Kollegen verzeichnet werden konnten. Auch den unbekannten - nicht auf der Gedenktafel genannten - Richtern und Staatsanwälten, soll so ein Ort der Erinnerung geschaffen werden. Bei weiterer Aufarbeitung der Geschichte sollen weitere Namen auf der Gedenktafel Platz finden.

Bundesministerin der Justiz Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Vorsitzender des Deutschen Richterbundes Christoph Frank enthüllen die Gedenktafel
Bundesministerin der Justiz Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Präsidentin des Zentralrats der Juden Dr. h. c. Charlotte Knobloch und Botschafter des Staates Israel in Deutschland Yoram Ben-Zeev während des Festaktes