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Festakt "100 Jahre Deutscher Richterbund" am 19. Januar 2009 im Maxim Gorki Theater
Am 19. Januar 2009 feierte der Deutsche Richterbund im geschichtsträchtigen Maxim Gorki Theater in Berlin mit einem Festakt die Wiederkehr des einhundertsten Jahrestages seiner Gründung.

Maxim Gorki Theater, Berlin
Auf Initiative des Bayerischen Richtervereins wurde am 28. Juni 1908 beschlossen, die damals auf Landesebene bereits bestehenden Vereine von Richtern und Staatsanwälten korporativ im Deutschen Richterbund zum 1. Januar 1909 zusammenzuschließen. Ziel des Verbandes war die Gewährung der vollen sachlichen und persönlichen Unabhängigkeit für die damals noch beamteten Richter zur Sicherung einer vor jeder Einflussnahme anderer Staatsorgane geschützten, allein Recht und Gerechtigkeit verpflichteten Rechtsprechung. Von Beginn an beteiligte sich der Deutsche Richterbund am Gesetzgebungsverfahren, insbesondere auch an der Entwicklung der grundlegenden Justizgesetze.
Begrüßung des Bundespräsidenten Horst Köhler durch die Bundesjustizministerin Brigitte Zypries und den Vorsitzenden des Deutschen Richterbundes Christoph Frank
Begrüßung durch den Vorsitzenden des Deutschen Richterbundes Christoph Frank
Der Festakt erfuhr seine besondere Auszeichnung durch die Ansprache "Gerechtigkeit als politische Tugend" des Bundespräsidenten, Herrn Prof. Dr. Horst Köhler.
Ansprache des Bundespräsidenten Prof. Dr. Horst Köhler
Mit der Festrede "Demokratie und Justiz - Bedeutung der Dritten Gewalt im Staat" gab die Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts a. D., Frau Prof. Dr. Jutta Limbach, dem Deutschen Richterbund die Ehre.
Festrede von Prof. Dr. Jutta Limbach, Präsidentin des BVerfG a. D.
Anschließend wurde dem Vorsitzenden des Deutschen Richterbundes, Herrn Christoph Frank, feierlich die für diesen Anlass verfasste Festschrift "100 Jahre Deutscher Richterbund - Justiz und Recht im Wandel der Zeit" durch den Chefverleger und Leiter der Verlagsgruppe Recht des Verlages Wolters Kluwer Deutschland, Herrn Burkhard Schulz, übergeben.
Übergabe der Festschrift durch Burkhard Schulz
Zum Jubiläum des heute größten Berufsverbandes der Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte fanden sich zahlreiche hochrangige Persönlichkeiten als Repräsentanten der Justiz, der gesetzgebenden Körperschaften, der Exekutive, vieler Verbände und Organisationen und hohe Würdenträger der Glaubensgemeinschaften ein.
Als bleibendes Andenken dient eine Gedenkganzsache "100 Jahre Deutscher Richterbund" der Deutschen Post, die anlässlich des Festaktes auf einem Sonderpostamt im Maxim Gorki Theater vertrieben wurde. Darüber hinaus hat die Deutsche Post den Deutschen Richterbund durch die Auflegung einer Klappkarte und eines Sonderstempels geehrt.
Musikalisch beschwingt geleitete die Musikband "Jazz or not to be" durch die Veranstaltung.
