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Menschenrechtspreis des DRB
1991 hat der Deutsche Richterbund einen Menschenrechtspreis gestiftet. Der DRB will damit einen Beitrag zur Stärkung und Respektierung der allgemeinen Menschenrechte und Grundfreiheiten leisten. Die Auszeichnung wird jeweils einem/r Richter/ Richterin, Staatsanwalt/Staatsanwältin oder Rechtsanwalt/Rechtsanwältin zugesprochen, welche/r sich unter Einsatz von Leben, Gesundheit oder persönlicher Freiheit oder unter Inkaufnahme sonstiger schwerer persönlicher Nachteile um die Verwirklichung der Menschenrechte in seinem/ihrem Land verdient gemacht hat. Die nächste Preisverleihung findet 2012 statt.
Die internationale Aufmerksamkeit an der Verleihung des Menschenrechtspreises dient nicht zuletzt auch dem Schutz der Preisträger im eigenen Land.
Den Menschenrechtspreis des DRB erhielten:
- 1991 der peruanische Rechtsanwalt Augusto Zuniñga Paz
- 1993 der nigerianische Rechtsanwalt Olisa Agbakoba
- 1995 der türkische Rechtsanwalt Hüsnü Öndül
- 1997 der mexikanische Richter Abraham Antonio Polo Uscanga (posthum)
- 1999 die weißrussische Rechtsanwältin Vera Stremkovskaya
- 2001 der guatemaltekische Staatsanwalt Celvin Galindo
- 2003 die Richterin Mariama Cissé aus Niger
- 2005 der chinesische Rechtsanwalt Zheng Enchong
- 2007 der iranische Rechtsanwalt Dr. Nasser Zarafshan
- 2009 der syrische Rechtsanwalt Anwar al-Bunni.
Preisträger 2009: Anwar al-Bunni (Syrien)
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| Rechtsanwalt Anwar al-Bunni wurde 1959 in Syrien geboren. Er setzte sich mehrfach für die Untersuchung und Aufklärung von Foltervorwürfen und Misshandlungen ein. Im Jahr 2007 wurde Anwar al-Bunni wegen der "Verbreitung von staatsgefährdender Falschinformation" zu fünf Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, weil er in der Presse auf Folter und Misshandlungen in syrischen Gefängnissen hinweist. Anwar al-Bunni kämpft aus dem Gefängnis heraus weiterhin für die Einhaltung der elementaren Menschenrechte. |
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Christoph Frank mit Kamal Albinni vor dem Foto von Anwar al-Bunni |
| Prof. Dr. Dr. h. c. Christian Tomuschat während seiner Laudatio im Max Liebermann Haus |
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| Christoph Frank begrüßt den Vorsitzenden des Rechts-ausschusses des Deutschen Bundestages Siegfried Kauder |
Am 17. Dezember 2009 hat der Deutsche Richterbund direkt neben dem Brandenburger Tor im Max Liebermann Haus in Berlin zum zehnten Mal seinen Menschenrechtspreis verliehen. Der Preis wurde 1991 gestiftet; seither ehrt der DRB alle zwei Jahre Richter, Staatsanwälte, Rechtsanwälte und deren Organisatoren aus aller Welt, die sich - schwierigen politischen Umständen und Repressalien zum Trotz - um die Durchsetzung der Menschenrechte verdient gemacht haben. Diesjähriger Preisträger war der syrische Anwalt Anwar al-Bunni, der den Preis leider nicht selbst entgegennehmen konnte, da er aufgrund von Kritik am syrischen Staat derzeit im Gefängnis sitzt. Stellvertretend nahm sein Bruder, Herr Kamal Albinni an der Veranstaltung teil und nahm den Menschenrechtspreis für ihn entgegen; ein syrischer Journalist verlas außerdem die von einem Mitstreiter al-Bunnis verfasste Dankesrede. Erfreulicherweise stieß die Ehrung auch in diesem Jahr auf großes Interesse: unter den über 100 Gästen befanden sich die Bundesministerin der Justiz, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, MdB, der parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin der Justiz, Dr. Max Stadler, MdB, die Staatssekretärin des Bundeministeriums der Justiz, Dr. Birgit Grundmann und viele Mitglieder des Deutschen Bundestages, u.a. der Vorsitzende des Rechtsausschusses, Siegfried Kauder, MdB, der rechtspolitische Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Jerzy Montag, der Sprecher für Innere Sicherheit von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Wolfgang Wieland, MdB, den Sprecher der Arbeitsgruppe Menschen-rechte und humanitäre Hilfe der SPD-Bundestagsfraktion, Christoph Strässer, MdB, die Sprecherin für Menschenrechtspolitik der Fraktion DIE LINKE, Annette Groth, MdB sowie Vertreter der Oberlandesgerichte und Generalstaatsanwälte sowie die Präsidenten oder die Hauptgeschäftsführer der juristischen Berufsorganisationen. Die Begrüßung erfolgte durch den Vorsitzenden des DRB Christoph Frank; die Laudatio auf den Preisträger hielt Prof. Dr. Dr. h.c. Christian Tomuschat. Die Reden und weitere Informationen zum diesjährigen Preisträger sowie zum Menschenrechtspreis finden Sie unter "Dokumente".
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Bundesministerin der Justiz Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Christoph Frank |
| Christoph Frank im Gespräch mit dem rechtspol. Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Jerzy Montag |



