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26.08.2016

Deutscher Richterbund und Misereor wollen Zusammenarbeit stärken

06/09

24.07.2009

Der Deutsche Richterbund (DRB) und das katholische Hilfswerk MISEREOR wollen in Zukunft noch enger zusammenarbeiten. Bei einem Treffen in Aachen vereinbarten beide Organisationen die Fortsetzung ihrer Kooperation im Rahmen der Kolumbien-Hilfe sowie einen intensiven Informationsaustausch im Bereich der Menschenrechte.

Die Zusammenarbeit zwischen dem DRB und MISEREOR kann auf eine mittlerweile 20-jährige Geschichte zurückblicken. Aufgeschreckt durch die immer zahlreicher werdenden Berichte über Terror- und Mordanschläge gegen Richter und Staatsanwälte in Kolumbien, hatte der DRB im Herbst 1989 einen Hilfsfonds für die Hinterbliebenen ermordeter Kolleginnen und Kollegen ins Leben gerufen. Für die Kolumbienhilfe, die u. a. die Schul- und Berufsausbildung der Waisen und Halbwaisen, sowie die finanzielle und psychologische Unterstützung der Witwen fördert, konnten im Laufe der Jahre 1,6 Millionen Euro gesammelt werden.

Der Vorsitzende des Deutschen Richterbundes Christoph Frank, betonte den Erfolg und die besondere Qualität der Zusammenarbeit. Er sprach sich für eine verstärkte Kooperation aus. "Wir möchten unsere Zusammenarbeit langfristig ausbauen. Dazu gehört für mich insbesondere der Austausch von Informationen über bedrohte Richter, Staatsanwälte und Anwälte, die sich für die Einhaltung von Menschenrechten in aller Welt einsetzen", so Frank.

MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Josef Sayer bedankte sich für die langjährige Zusammenarbeit und hob die besondere Bedeutung des Justizwesens für die Entwicklungszusammenarbeit hervor: "Ein nicht funktionierendes Justizwesen ist ein Grundübel für die Armen. Ohne Rechtssicherheit und die Bewahrung der Menschenrechte ist Entwicklung nicht möglich."

Pressekontakt:
- Dr. Günter Drange, Bundesgeschäftsführer des DRB, Tel.: 030/20 61 25-0, E-Mail: info@drb.de
- MISEREOR, Barbara Wiegard, Tel. 0241/442576, vor Ort mobil: 0170/5 74 64 17